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| Schwerpunkt "Zivilgesellschaft" |
Der Foschungsschwerpunkt "Zivilgesellschaft" widmet sich den aktuellen und potenziellen Erfordernissen an ein private and corporate citizenship. Das Institut KMM ist in diesem Bereich bereits sehr starkt engagiert. Zwei Beispiele:
1. Modellbaukasten Ehrenamtsprogramm
Bei dem von der Robert Bosch Stiftung unterstützten Projekt wurde ein Modellbaukasten entwickelt, der es Kulturinstitutionen erleichtert, ein Programm für ehrenamtliches Engagement an ihrer Institution zu implementieren. Dabei ging es vor allem darum, Erfahrungen aus anderen Ländern (z.B. den USA) für die Entwicklung in Deutschland zu nutzen und auf die Bedürfnisse der einzelnen Häuser anzupassen.
Entstanden ist eine strukturierte Anleitung zur Organisation und Strukturierung eines solchen Programms - beginnend mit der Bedarfsanalyse und endend mit einer Evaluation des jeweiligen Programms.
Gemeinsam mit dem Konzerthaus Berlin entwickelte das Institut KMM einen Modellbaukasten und zugleich ein reales Ehrenamtsprogramm für das Konzerthaus selbst.
Das Institut KMM beschritt mit dem Projekt eine Vorreiterrolle in einem Bereich, der für die Zukunft der deutschen Kulturinstitutionen von sehr hoher Bedeutung sein wird.
2. Freiwilliges Jahr in der Kultur
Das Global Service Institute der Washington University in St. Louis, USA unterstützt mit Mitteln der Ford Foundation Studien zum civil service. Entsprechende research grants erhielt das Institut KMM als einzige deutsche Institution für eine Untersuchung und Evaluation des "Freiwilligen Sozialen Jahrs in der Kultur".
In der Untersuchung ging es um die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen eines solchen Engagements auf die Zukunft von Kulturinstitutionen.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Veränderung, die ein solches Engagement in der Haltung der Institutionen gegenüber dem Ehrenamt bewirken kann. Gleiches gilt für die Einstellung von Jugendlichen zu Kulturinstitutionen.
Inzwischen unverzichtbarer Teil einer mordernen Zivilgesellschaft ist das "Fundraising". Das Institut KMM geht hier vor allem der Frage nach, wie sich Kultur und Medien finanzieren sowie welche Intentionen und Motive die Förderer verfolgen.
Auch wenn der Volksmund meint, dass nur ein armer Künstler ein guter Künstler sei, ist eine Überlagerung der künstlerischen bzw. journalistischen Leistung durch die Rahmenbedingungen keinesfalls wünschenswert. Doch andererseits ist diese Dominanz durchaus verständlich: Die Frage nach der Finanzierung künstlerischer und journalistischer Leistungen ist letztlich eine Frage nach der Existenz künstlerischer und journalistischer Leistungen.
Wenn wir auf der einen Seite ein umfassendes Kultur- und Medienangebot fordern, dann müssen wir uns auf der anderen Seite auch Gedanken zu deren Realisierbarkeit machen. Mehr und mehr klaffen hier jedoch Anspruch und Wirklichkeit auseinander.
Woher erhalten öffentliche und private Kultur- und Medieneinrichtungen die Mittel für ihre Arbeit? Modelle zum "fund-raising" - also zur Erlangung von Mitteln - sind also gefragt, um die Kluft nicht größer werden lassen. Hier beginnt die Arbeit des Instituts KMM. Es wählte im Forschungsfeld "Fundraising" ein mehrstufiges Vorgehen: