Kultur- und Kreativwirtschaft

Gesellschaft und Politik haben die "Kultur- und Kreativwirtschaft" (creative sector) als Wirtschaftsbereich entdeckt, der bundesweit gewichtiger ist als beispielsweise die Automobilindustrie.


Definitorische Annäherung

Der Begriff "Kulturwirtschaft" ist nicht eindeutig und abschließend definiert. Nach einer aktuellen Abgrenzung umfasst die Kulturwirtschaft alle Unternehmen und Selbständigen, die erwerbsmäßig (d. h. mit Gewinnerzielungsabsicht) kulturelle Güter produzieren, vermarkten, verbreiten oder damit handeln sowie Kulturgüter bewahren, und in einer privaten Rechtsform organisiert sind. Des Weiteren zählen auch gewerbliche Betriebsteile öffentlich finanzierter Kulturinstitutionen wie beispielsweise Museumsläden und -cafes zum erwerbswirtschaftlichen Sektor der Kulturwirtschaft. Nicht erfasst - und das ist strittig, nicht eindeutig zu trennen und für eine Betrachtung problematisch - wird die öffentlich finanzierte Kultur und der gemeinnützige Kulturbereich (Quelle: Wikipedia).

Das Institut KMM und der creative sector

Das Institut KMM Hamburg tritt im Gegensatz zu der oben zitierten Wikipedia-Darstellung mit Nachdruck dafür ein, auch die öffentlichen und die gemeinnützigen Einrichtungen sowie die Kulturschaffenden in die Betrachtung kulturwirtschaftlicher Leistungen einzubeziehen.

Hauptgrund: Im Gegensatz zu "Umsatz", den das Institut KMM für eine vergleichsweise wenig aussagekräftige Kennzahl einstuft, ist für das Institut die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ein zentraler Indikator für die ökonomische, soziale und politische Relevanz eines Wirtschaftsbereiches. Den öffentlichen bzw. gemeinnützigen Kultur- und Medieneinrichtungen gehört eine sehr hohe Zahl an "SVB" an. Allein in den deutschen Staatstheatern sind jeweils viele hundert Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Aktuelle Veröffentlichungen

Ein nützliches Positionspapier zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland kommt aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Es versteht sich als Initiativpapier für Konferenzen, die aktuell an zahlreichen Orten in Deutschland stattfinden und an denen auch das Institut KMM mitwirkt. Es ist eine hilfreiche Quelle für wirtschaftspolitische Überlegungen und kulturpolitische Gedanken: BMWI-Initiative Kulturwirtschaft

Kulturwirtschaftbericht für Hamburg 2006

Die Kulturbehörde Hamburg
   zum Kulturwirtschaftsbericht Hamburg 2006

Leiter der Forschungsstelle

Prof. Dr. Friedrich Loock, Direktor des Instituts KMM Hamburg, leitet die Forschungsstelle "Kultur- und Kreativwirtschaft".


 




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